Der graue Star (Katarakt)
Als grauen Star bezeichnet man die Eintrübung der natürlichen Linse. Diese Eintrübung ist in den meisten Fällen altersbedingt und steht im Zusammenhang mit Stoffwechselveränderungen der Linse. Es handelt sich daher im eigentlichen Sinne nicht um eine Erkrankung, sondern um eine altersbedingte Veränderung.
Als Patient bemerken Sie den grauen Star zunächst in einer erhöhten Blendungsempfindlichkeit, leichter Ablassung der wahrgenommenen Farben oder indem Sie einen leichten Schleier sehen. Die erfolgreiche Behandlung besteht in der Entfernung der trüben Linse mit anschließendem Einsetzen einer Kunstlinse. Durch modernste Weiterentwicklung in der Operationstechnik und des Kunstlinsendesigns ist die Operation des grauen Stares ein kurzer und komplikationsarmer Eingriff.
Die Operation kann in den meisten Fällen unter örtlicher Betäubung mit Augentropfen, d.h. ohne Spritze oder Narkose durchgeführt werden und dauert zwischen 10-15 Minuten.
Zum Weiterlesen: www.augeninfo.de/patinfo/catop.pdfzur Übersicht
Der grüne Star (Glaukom)
Der grüne Star gehört in Deutschland neben der
altersbedingten Makuladegeneration und der diabetischen
Netzhauterkrankung zu den häufigsten Erblindungsursachen. Man
schätzt dass ca. 50 % der Glaukome unerkannt bleiben.
Der Grund hierfür liegt vor allem in der Schmerzlosigkeit
dieser Erkrankung, d.h. der Patient hat keine Beschwerden. Unter
dem Begriff grüner Star werden eine ganze Gruppe von
Augenerkrankungen zusammengefasst. Ihnen gemein ist die
fortschreitende Schädigung des Sehnervs und ein langsamer
Gesichtsfeldausfall. Sehr häufig ist ein individuell zu hoher
Augendruck verantwortlich. Durch eine frühzeitige
Diagnosestellung und entsprechender Therapieeinleitung kann diese
Entwicklung in der Regel gestoppt werden. Jedoch ist es nicht
möglich, einen bereits erlittenen Gesichtsfeldverlust
rückgängig zu machen.
Der Augenarzt kann durch spezielle Untersuchungsmethoden feststellen, ob Sie betroffen sind. Dazu gehört u.a. die Messung des Augeninnendruckes, eine computergestützte Gesichtsfelduntersuchung und die Untersuchung des Sehnervs. Mit modernsten Untersuchungsmethoden wie z.B. dem Heidelberg Retina Tomograph 3 (HRT 3) ist eine 3-dimensionale Vermessung des Sehnervenkopfes möglich. So können objektive Ergebnisse mit höherer Präzision geliefert werden.
Wir empfehlen eine Glaukom-Vorsorgeuntersuchung
- ab dem 40. Lebensjahr - 64. Lebensjahr alle 3 Jahre
- ab dem 65. Lebensjahr einmal im Jahr
- bei Vorliegen von Glaukom in der Familie
- bei Kurzsichtigkeit
- bei niedrigem Blutdruck
- oder regelmäßiger Kortisoneinnahme
Zum Weiterlesen: www.augeninfo.de/patinfo/glaukom.pdfzur Übersicht
Die altersbedingte Makuladegeneration
Die altersbedingte Makuladegeneration stellt in der westlichen Welt bei Menschen über dem 50. Lebensjahr die häufigste Erblindungsursache dar. In Deutschland sind ca. 2 Millionen Menschen davon betroffen. Folge der altersbedingten Makuladegeneration ist der Verlust der Sehkraft im Fixierpunkt, also im Zentrum des Gesichtsfeldes. Zunächst bemerkt der Patient, dass er beim Lesen in der Mitte unscharf sieht, später wird dieser blinde Fleck immer größer. Umrisse und das äußere Gesichtsfeld bleiben jedoch erhalten.
Die Ursache für die altersbedingte Makuladegeneration ist noch nicht abschließend geklärt, zunehmende Ablagerungen im Auge, die sich in der Gewebeschicht unterhalb der Netzhaut ansammeln, sowie Stoffwechselstörungen werden jedoch verantwortlich gemacht.
Die altersbedingte Makuladegeneration hat zwei Formen: die trockene und die feuchte Form. Die häufigere Form ist die trockene Form, die mit allmählicher Sehverschlechterung einhergeht. Bei manchen Patienten kann man mit optischen oder elektronischen Hilfsmitteln helfen, die Lesefähigkeit zu erhalten.
Wirksame Behandlungsmethoden, Operationen oder Medikament gegen diese trockene Form gibt es zurzeit nicht. Bei der seltenen feuchten Form wachsen neu gebildete Gefäße aus der Aderhaut in die Netzhaut ein und können hier zu Blutungen oder Flüssigkeitsansammlung der Netzhautmitte führen. Der Patient bemerkt dies mit einer plötzlichen Abnahme der Sehkraft sowie dem Auftreten von Verzerrung (Verbiegungen von geraden Gegenständen).
Da eine trockene Form auch in eine feuchte Form übergehen kann, sollte der Patient den so genannten Amsler-Test bei sich durchführen. Werden die geraden Linien plötzlich gebogen, sollte der Augenarzt aufgesucht werden.
In jüngster Zeit wurden zur Behandlung der feuchten AMD mehrere neue Medikamente (Avastin, Luzentis, Macugen) entwickelt, die direkt in oder neben das Auge gespritzt werden mit dem Ziel, Gefäßneubildungen unter der Netzhautmitte "abzudichten" und weitere Gefäßwucherungen zu verhindern.
Alternativ gibt es noch die Möglichkeit der Laserbestrahlung nach Gabe einer Substanz, die die Gefäße für den Laserstrahl empfindlicher macht (Photodynamische Therapie). Welche Behandlungsmöglichkeit für Sie indiziert ist, kann nach einer ausgiebigen Diagnostik (u.a. Fluoreszenzangiographie, also eine Gefäßdarstellung mit einem Farbstoff) der Augenarzt entscheiden.
Zum Weiterlesen: www.augeninfo.de/patinfo/amd.pdfzur Übersicht
Das trockene Auge
Das trockene Auge ist eine Erkrankung der Augenoberfläche, die durch eine Verminderung der Tränenmenge oder durch eine veränderte Zusammensetzung des Tränenfilms hervorgerufen wird. Das Auge wird nicht mehr ideal befeuchtet. Man spricht deshalb auch von Benetzungsstörung des Auges. Der Patient kann dabei folgende Symptome entwickeln: Augenrötung, Fremdkörpergefühl, Kratzen, Brennen, Schleimabsonderung, Lichtempfindlichkeit, müde Augen, geschwollene Augenlider etc. Auch das übermäßige Augentränen kann Folge einer Benetzungsstörung sein. Der Augenarzt kann durch Tests die Menge und Zusammensetzung des Tränenfilmes untersuchen. Die Therapie besteht meist in der Gabe von Tränenersatzmittel, die je nach Schweregrad der Beschwerden in unterschiedlicher Zusammensetzung und Konsistenz verschrieben werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit in schweren Fällen, die verfügbare Tränenmenge zu erhöhen, indem man z.B. die Abflusskanälchen verschließt.
Zum Weiterlesen: www.augeninfo.de/patinfo/sicca.pdfzur Übersicht
Die diabetische Retinopathie
Die diabetische Retinopathie ist Folge der Zuckererkrankung. Dabei erkranken als Folge der Stoffwechselstörung die Gefäße, die für die Ernährung der Netzhaut sorgen. Ein Teil der Netzhaut geht dabei aufgrund von Sauerstoffmangel zugrunde. Außerdem wird die Netzhaut für Blutbestandteile und Blut durchlässig. Es kommt zu immer wiederkehrenden Blutungen, Flüssigkeitsansammlungen und schließlich zu Gefäß- und Gewebsneubildungen.
Nach ca. 10 bis 15 Jahren sind zwei Drittel aller Diabetiker von Durchblutungsstörungen der Netzhaut betroffen. Tritt die Zuckerkrankheit bereits in der Jugend auf, verläuft die Entwicklung rascher. Wichtig ist die frühe Diagnose einer diabetischen Retinopathie. In leichten Fällen kann mit einer Laserbehandlung geholfen werden, hierdurch kann in vielen Fällen das Fortschreiten der Retinopathie verlangsamt oder gar zum Stillstand gebracht werden.
Kommt es jedoch trotz Laserbehandlung zu einem Fortschreiten der Flüssigkeitseinlagerung, so kann durch Eingabe von Medikamenten in das Auge, die das Gefäßwachstum hemmen (z.B. Triamcinolon), die Flüssigkeitseinlagerung reduziert werden. In den schweren Fällen, in denen Einblutungen in den Glaskörper oder Netzhautablösungen entstehen, kann man mit Operationen des Glaskörpers und der Netzhaut helfen.
Zum Weiterlesen: www.augeninfo.de/patinfo/diab.pdfzur Übersicht



